
So individuell wie die 19 Gestalter, so indivuduell war das, was Besucher am Wochenende im Reithaus faszinierte. Dort sprach die 2. Ausstellung „Buchkunst Weimar” ein Publikum an, das an Büchern bei weitem nicht nur den Inhalt schätzt.
Einzelne Blätter mit einem witzigen Pinguin-Abc, aufwändig gestaltete Bücher, aber auch Buchkunst aus Acryl gehörten am Wochenende zur zweiten Ausstellung „Buchkunst Weimar” im Reithaus. Initiiert hatte diese die Weimarerin Gudrun Illert.
Buchkunst angemessen zu präsentieren, ist eine Kunst für sich. Denn die Unikaten der kleinen Serien sind zu empfindlich, als dass sie im normalen Buchhandel Platz finden würden. In Museen wiederum können nur zwei Seiten auf einmal präsentiert werden, was den Gesamteindruck nicht zur Wirkung kommen lässt. Das Reithaus indess bot 19 Ausstellern aus ganz Deutschland die Chance, dem Publikum direkt ihre Kunst zu präsentieren – mit weißen Handschuhen, damit sie keinen Schaden nehmen konnte.
Gudrun Illert etwa brachte dazu neben dem „Teufel mit den drei goldenen Haaren” und ihrem Gespensterbuch (TA24.11.) ein ganz besonderes Exemplar mit: In den Farben der Elemente gehalten und mit dem kompletten Text, hat sie die Rede des Häuptlings Seattle gestaltet, die diesr 1855 vor dem Präsidenten der USA hielt und u.a. einen respektvollen Umgang mit der Natur einforderte.
Sammler oder Menschen auf der Suche nach etwas Besonderem zählen zu den Kunden, die zur Buchkunst greifen. So erinnert sich Gudrun Illert garn an zwei Frauen, deren Vater ihnen in der Kindheit stets den „Zauberlehrling” vorgelesen hatte – und sich zum 70. Geburtstag über eine Arbeit von Gudrun Illert freuen durfte. Inspiration gibt ihr mal eine neue Farbe, mal ein Gedicht – oder ein Papier. So erstand sie ein Blatt handgeschöfte mexikanische Baumrinde, aus der ein Baumbuch entsteht.
In der großen Bandbreite stach die Skulptur zum Morgenstern-Gedicht „Meeresbrandung” hervor. Tina Flau hat es mit Ritz-Zeichnungen auf Acryl und handgeschriebenem Text gestaltet. Buchkunst und Acryl faszinieren die Potsdamerin seit Jahren gleichermaßen. Das Unikat verbindet diese Passion auf ungewöhnliche Weise.
(Susanne Seide)
Thüringische Landeszeitung

Thüringische Landeszeitung

Ein guter Ort für die Buchkunst
Gudrun Illert bereitet Ausstellung vor
Buchkunst – das ist etwas ganz anderes als Kunstbuch – hat eine lange Tradition und ist andererseits erstaunlich jung. Zum einen reichen ihre Wurzeln weit in die Geschichte der Menschheit zurück, zum anderen ist sie erst jüngst wieder erblüht. Es ist mit der Buchkunst wie mit der Rose von Jericho, die über lange Zeit scheinbar vertrocknet und mumifiziert geruht hat, aber plötzlich, nur durch ein wenig Wasser benetzt, zu voller Schönheit erblüht.
Bevor der Buchdruck mit beweglichen Lettern bekannt war, galten handschriftliche Veröffentlichungen, mit Tinte und Farben auf Pergament, Papyrus oder Papier gebracht, als einzige Form schriftlicher Veröffentlichung. Diese Kunst wurde besonders im Mittelalter ab dem 13. Jahrhundert in den Schreibstuben der Klöster gepflegt; denn es waren bevorzugt liturgische Texte wie Stundenbücher, Psalter und Breviere, deren kunstvolle Schrift- und Bildgestaltung uns bis heute begeistert und in Erstaunen versetzt. Aber selbst die neue Kunst des Gutenberg, von vielen als „Teufelswerk” verdammt, verdrängte die vielgestaltige und schmuckreiche Ausstattung der Texte nicht, denn die kunstvollen Illustrationen, die farbenprächtigen Ausmalungen konnte die „schwarze Kunst” nicht leisten. Das verhalf der Herstellung handschriftlich und illustrativ gestalteter Bücher noch einmal zu großem Ansehen bis ins 16. Jahrhundert hinein. Jene Inkunabeln oder Wiegendrucke, von denen man bis zu 29.000 verschiedene Bücher, Broschüren und Einblattdrucke kennt, fanden zum Beispiel in der berühmten Gutenberg-Bibel oder der Weltchronik von Hartmann Schedel, 1493 von Anton Koberger in Nürnberg gedruckt, ihre glanzvollen Meisterwerke.
Die Bebilderung der gedruckten Bücher erfolgte zunächst durch Holzschnitte, die, oft aufwändig koloriert, nachträglich eingefügt werden mussten. Ab Ende des 16. Jahrhundert kamen Kupferstiche immer mehr in Mode. Der Dreißigjährige Krieg zerstörte nicht nur viele Menschenleben und verwüstete ganze Landstriche, er brachte auch sonst viel Not und Elend mit sich. Da war für farbenprächtiges Druckwerk weder Zeit, noch Geld, noch Material zu haben.
Erst zur Zeit der Aufklärung gewannen reich bebilderte Bücher wieder große Bedeutung. Die Technik war inzwischen weiter entwickelt und ermöglichte größere Auflagen. Nach Jahren der Bedürftigkeit waren die Sinne wieder für schön gestaltete, prächtig gebundene Bücher geschärft. Kupferstichillustrationen bereicherten die Romane und Gedichtbände, aber auch wissenschaftliche Werke über Pflanzen und Tiere, wofür die „Naturgeschichte” Buffons ein beredtes Zeugnis ist.
Im 19. Jahrhundert trat an die Stelle des Kupferstichs der Stahlstich, der eine noch höhere Auflage ermöglichte. Wer einen alten Brockhaus oder Meyers Konversationslexikon zu Hause hat, wird sich an den vorzüglichen Darstellungen und Porträts immer wieder erfreuen. Dennoch: Die Zeit der Buchkunst, schien es, war mit der Massenproduktion zu Ende gegangen.
Aber da erblühte die Rose von Jericho auf wunderbare Weise wieder. Besondere Verdienste dabei erwarb sich der Belgier Henry van de Velde. Er war nicht nur Architekt, Möbeldesigner und Keramiker, auch der Gestaltung von Büchern widmete er sich mit großem Erfolg. Seine manchmal schlichten, manchmal monumentalen Entwürfe haben ihn ein Leben lang beschäftigt. Sein Weg ging vom Ornament zur Linie, vom Jugendstil zum Funktionalismus. Belgien und die Niederlande waren im ausgehenden 19. Jahrhundert führend in der Buchgestaltung, geprägt von einem Wechselspiel zwischen Malerei und dekorativer Kunst. Wie selbstverständlich beeinflusste van de Velde in seiner Weimarer Zeit das Bauhaus auch in diesem Genre, wie man in den Bauhausmappen sehen kann. Er schuf opulente Bucheinbände und vorzügliche typografische Werke.
Einer der Bauhäusler, der es zu besonderer Fertigkeit brachte, war Otto Dorfner. Er kam nach seiner Ausbildung in Berlin an die Großherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule in Weimar zu Henry van de Velde und Walter Gropius. Von 1919 bis 1922 war er Lehrer am Staatlichen Bauhaus, ab 1926 an der Staatlichen Hochschule für Handwerk und Baukunst. Er wirkte als Professor und Direktor der Landesstelle für Handwerksförderung bei der Thüringischen Landesregierung. Seine Beteiligung an den bibliophilen Projekten der Cranachpresse in den zwanziger und dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts „trugen viel zum noblen Erscheinungsbild der aufwändigen Drucke bei“. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete sich Dorfner besonders den Werken Goethes. Zur 700-Jahrfeier stellte die Stadt Weimar 1950 das Gesamtwerk Dorfners in einer repräsentativen Ausstellung vor.
Eine andere Tradition, die für die Buchkunst – und das weit über die Grenzen Weimars hinaus – von großer Bedeutung wurde, war die 1913 von Harry Graf Kessler gegründete und bis 1931 von ihm geleitete Cranach-Presse Weimar. Sie verwendete ausschließlich für sie angefertigte Druckschriften, Holzschnitte und Papiere und gestaltete ihre Bücher nach bibliophilen, nicht kommerziellen Aspekten. Berühmte Illustratoren waren u.a. Aristide Maillol, Eric Gill, Marcus Behmer, Richard Döker und Georg Grosz. Gebunden wurden die Bücher meistens in Otto Dorfners Werkstatt. Die Pergament- und Seidenpapierausgaben wurden in Leder nach stilistischen Vorgaben von Kessler gefasst. Die wertvollen Bestände sind durch Kriegseinwirkungen vernichtet worden. Dass die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek Weimar über eine fast komplette Sammlung der Editionen verfügt, ist der Stiftung Haar zu danken.
Zu den berühmten Künstlern, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts „Künstlerbücher” gestalteten, gehören Marc Chagall, Anselm Kiefer, Henri Matisse, Pablo Picasso und Andy Warhol. Es sind Kunstwerke, in denen der Künstler, oft in Zusammenarbeit mit einem Autor und einem Editor, Bild und Text in der Form des Buches zusammenführt. Durch die hohe künstlerische Qualität – Originalgrafiken, unikate Zeichnungen, Malerei und Collagen – unterscheiden sich diese Arbeiten von den uns geläufigen illustrierten Büchern. Ihre Erscheinungsformen sind vielfältig: Bücher mit grafischen Folgen, Buchobjekte, Malerbücher, aber auch offsetgedruckte, von Künstlern konzipierte Werke.
Weimar ist ein guter Ort für die Buchkunst, spätestens seit van de Velde und Dorfner, dessen Buchbinderei als „Dorfner-Werkstatt“ noch eine Zeit weitergeführt, dann verstaatlicht und schließlich der Hochschule für Buchkunst und Grafik Leipzig und 1976 der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle als Werkstatt für künstlerische Buchgestaltung angegliedert wurde.
Es ist das Verdienst der in Weimar lebenden Buchkünstlerin und Kalligrafin Gudrun Illert, vor zwei Jahren, unterstützt von der Klassik Stiftung Weimar, namhafte Buchkünstler zu einer ersten Ausstellung in das Weimarer Reithaus eingeladen zu haben. Die Veranstaltung war so erfolgreich, dass die Beteiligten beschlossen, in zwei Jahren wieder an die Stadt an der Ilm zu kommen. Und viele andere Kollegen, die von diesem einmaligen Ereignis erfuhren, bewarben sich darum, im November 2009 dabei sein zu dürfen. Mit großem persönlichen Einsatz und organisatorischem Geschick ist es Gudrun Illert gelungen, die zweite Ausstellung Buchkunst für den 28. und 29. November 2009 vorzubereiten. Zugesagt haben: Hartmut Andryczuk, Hybridenverlag, Berlin; Rainer Ehrt, Edition Ehrt, Kleinmachnow; Frank Eißner, Frank-Eißner-Handpresse, Leipzig; Christian Ewald, Katzengraben-Presse, Berlin-Köpenick; Tina Flau, Atelier Tina Flau, Potsdam; Henry Günther, Edition Balance, Gelbensande; Felix Martin Furtwängler, Privat-Presse, Berlin; John Gerard, John Gerard, Rheinbach; Bettina Haller, Andrea Lange und Birgit Reichert, Sonnenberg-Presse, Chemnitz und Kemberg; Andreas Hegewald, BUCHENpresse, Dresden; Jens Henkel, Burgart-Presse, Rudolstadt; Wolfgang Henne, Wolfgang Henne, Leipzig; Rolf Lock, Edition Lock, Düren; Gudrun Illert, Atelier G, Weimar; Reinhold Nasshan, Einhand Presse, Landau/Pfalz; Dr. Caroline Saltzwedel, Hirundo-Press, Hamburg; Reinhard Scheuble, Quetsche Verlag für Buchkunst, Witzwort; Peter Zitzmann, schPeZi-Presse, Nürnberg. Das liest sich wie das Who is Who deutscher Buchkunst. Diese Buchkünstlerinnen und Buchkünstler von nationalem und internationalem Rang präsentieren ihre Werke. Bibliophile Kostbarkeiten von hoher künstlerischer und handwerklicher Qualität werden gezeigt: Unikate, Malerbücher, handgeschriebene Bücher, Grafiken, Monotypien, Mappenwerke und Buchobjekte. Sie werden mit ausgewählten Materialien und in aufwändiger buchbinderischer Gestaltung hergestellt. Durch das Experimentieren mit Text, Bild, Papier und Einband entstehen unkonventionelle, experimentelle Bücher. Viele dieser Exponate sind käuflich zu erwerben.
Wenn etwas zum zweiten Mal geschieht, ist es noch keine Tradition, aber Gudrun Illert hat ganz gewiss einen Grundstein gelegt für eine Biennale der besonderen Art, die eigentlich nirgendwo besser beheimatet ist als in Weimar. Die Rose von Jericho blüht nicht alle Tage. Geschieht das alle zwei Jahre, ist es ein Ereignis von besonderer Schönheit. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.
Ulrich Völkel
Thüringer Allgemeine
24. November 2009

Ein gutes Buch ist ein intellektuelles, ein schönes Buch auch ein sinnliches
Erlebnis, für Augen, Hände, Nase. Das gilt erst recht für die sehr
individuellen bibliophilen Kunstwerke, die die Weimarerin Gudrun Illert mit
18 weiteren deutschen Buchkünstlern im Reithaus präsentieren wird.
Von Michael HELBING
WEIMAR. Über sämtliche Seiten des im Wortsinn einzigartigen Märchenbuches
fliegen des Teufels drei goldene Haare dahin. Else Lasker-Schülers "Mein
blaues Klavier" zerberstet von Seite zu Seite stärker unter dem Einfall der
rohen Naziwelt in die Heimat der Jüdin. Lustig gespenstisch schauen die zu
Geistern mutierten weißen Farbkleckse in Josef Guggenmos´ "Das Wirtshaus im
Moor". Und luftig schweben die Farben durch James Joyces Liebesgedichte . .
.
Alles wunderschöne Unikate, die die Buchkünstlerin Gudrun Illert von Hand
geschaffen hat: gemalt, geschrieben, gestaltet. Vor zehn Jahren begann die
inzwischen 60-jährige Weimarerin, in ihren Werken die Liebe zur Kunst und
zum Buch, zur Malerei und zur Kalligraphie zu verbinden. Da lag bereits eine
vielfältige Biographie der Kreativität hinter ihr. An der Kunsthochschule
Schwäbisch Gmünd studierte sie Schmuckgestaltung. Später wandte sich die
Mutter von fünf Kindern einer anderen Kunstform zu. Es hieß zwar: "Ach, Frau
Illert hat auch ein Hobby, sie bemalt Eier." Doch tat sie das nicht für den
Hausgebrauch, ihre Werke wurden auf internationalen Sammlerbörsen hoch
gehandelt.
Schließlich trat die Schriftkunst in ihr Leben, aus der ihre Buchkunst
hervorging. Vor fünf Jahren stellte sie erstmals am Gemeinschaftsstand ihrer
Zunft auf der Frankfurter Buchmesse aus. Dort und über Jens Henkels
"Burgart-Presse" in Rudolstadt lernte die Quereinsteigerin die Kollegen
kennen, die sie 2007 zur ersten Schau "Buchkunst Weimar" im Reithaus
versammelte.
Dort werden Künstler diesen Samstag von 11 bis 19 und Sonntag 11 bis 17 Uhr
nun erneut ihre Werke zeigen - und zum Verkauf anbieten. Einige, Rolf Lock
(Düren) oder John Gerard (Rheinbach), pflegen wie Illert recht konsequent
das Handschriftliche, andere arbeiten, für Bücher mit Radierungen und
Holzschnitten, mit Minipressen. Das Reithaus wird so ein temporäres Zentrum
des gestalteten Buches und des Gesprächs darüber. Unikate und
Kleinstauflagen werden zu sehen und, das ist Gudrun Illert wichtig,
anzufassen sein: Buchkunst als berührendes Erlebnis.
Das macht ihre Präsenz auf dem Kunstmarkt schwierig. "Galerien sind nicht
interessiert, man kann Bücher nicht an die Wand hängen." Vitrinen kommen
nicht in Frage. Nun hoffen Gudrun Illert und ihre Gäste, die Weimarer für
diese etwas im Verborgenen liegende Kunstwelt zu interessieren. - Der
Eintritt kostet drei Euro.
Thüringische Landeszeitung

Nichts von der Stange
2. Buchkunst Weimar mit 19 teilnehmenden Künstlern Weimar
(tlz) Der erfolgreiche Auftakt der „Buchkunst Weimar“, der vor zwei Jahren weit mehr Liebhaber von Künstlerbüchern ins Reithaus lockte, als sich Veranstalterin Gudrun Illert und ihre damals 14 Buchkünstlerkollegen erträumen konnten, wird nicht ohne Folgen bleiben. „Es ist mir gelungen, einige der besten Buchkünstlerinnen und -künstler von nationalem und internationalem Rang nach Weimar einzuladen, wo sie ihre Werke – vielfach Unikate – präsentieren werden“, freut sich Gudrun Illert, die mit ihrem „Atelier G.“ selbst Teil dieser spezifischen Künstlerszene ist. Dieses Mal ist die Schau mit größeren Erwartungen verbunden: „Wir wollen an den Erfolg von 2007 anknüpfen.“ Das Ziel sei erreicht, „wenn es gelingt, die große Tradition europäischer Künstlerbücher in Weimar zu festigen und wieder dauerhaft heimisch werden zu lassen“. Zur Zeit umfasst die Liste der teilnehmenden Buchkünstler 19 Namen – aus Hamburg, Leipzig, Nürnberg, Berlin et cetera. Buchkunst – von der wertvollen Luxusausgabe mit Originalgraphik über Multiples bis zu unlimitierten Auflagen auf fotokopiertem Papier – ist ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst.
Künstlerbücher gibt es seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Sie wurden aber auch Ausdrucksmittel der Avantgarde. „Künstlerbücher sind Bücher, die man in der Regel nicht in Buchhandlungen finden kann, allenfalls in ganz besonderen Buchhandlungen, und dann nur einige wenige. Glück ist es sogar oft für Kenner, welche zu finden“, sagt Gudrun Illert. Künstlerbücher sind vielsprachig und vielschichtig wie die Sprache der modernen Kunst und wie die der menschlichen Kommunikation überhaupt. Künstlerbücher sind so verschieden, wie die verschiedenen Sprachen der Erde, so verschieden wie die Menschen selbst, extremer als andere Bücher, oft sinnlicher, auch verschroben, verspielt, heiter oder zu Meditation anregend. Solche Bücher können zu magischen Orten werden, an denen man sich gerne aufhält, Orten, wo Wahrnehmung aufwacht.